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Aktuelle Informationen und News
rund um das Thema Krebs des Bauchfells / Bauchfell-Metastasen
(Peritonealkarzinomatose)



 

 

Hyperthermie-Therapie optimiert die Behandlungschancen der Peritonealkarzinomatose

Bösartige Tumore der Bauchhöhle metastasieren oft in das Bauchfell - die Ärzte sprechen in diesen Fällen von einer peritonealen Karzinomatose - auch Peritonealkarzinose genannt. Ursache kann beispielsweise ein selten auftretender Krebs des Blinddarms sein.
Diese Krebserkrankungen des Bauchfells sind sehr schlecht zu behandeln - sie galten lange Zeit gar als unbehandelbar. Die Prognose ist auch heute noch meist sehr schlecht. Trotz Chemotherapie leben die Patienten meist nur wenige Monate.

Seit einiger Zeit wird an rund 20 renommierten Krebs-Zentren der USA zusätzlich zur lokalen Chemotherapie eine Sonderform der Hyperthermie-Therapie eingesetzt.  Der weiten Verbreitung dieser zusätzlichen Therapie stand einige Jahre lang entgegen, dass sie vergleichsweise  arbeitsaufwändig ist und auf Seiten der Therapeuten spezielle Erfahrungen voraussetzt.

Unter anderem wird die innovative Kombi-Therapie in den U.S.A. am UMass Memorial Medical Center, Worcester,Massachusetts,U.S.A.  von der Krebsspezialistin Dr. Laura Lambert durchgeführt, die auch an der Medical School der Universität von  Massachusetts, U.S.A., Professor für Krebs-Chirurgie ist.
Zu Beginn der Behandlung wird von den Chirurgen in der Bauchhöhle möglichst  viel Krebsgewebe operativ entfernt. Danach wird die OP-Wunde verschlossen. Über vorher implantierte  Katheter wird eine auf über 42 Grad Celsius erwärmte Lösung eines Chemotherapeutikums in die Bauchhöhle eingeleitet. Gleichzeitig massieren zwei assistierende Ärzte den Bauch des Patienten, um einen möglichst intensiven Kontakt zwischen den auf der Oberfläche der Bauchorgane wachsenden Krebszellen und dem flüssigen Medikament herzustellen.  Diese Form der mit kontrollierter Wärme kombinierten Chemotherapie hat sich als effektiver erwiesen, als die alleinige Zuführung des Chemotherapeutikums über die Venen des jeweiligen Patienten.

Eine am Wake Forest University Baptist Center in Winston-Salem, N.C.,U.S.A., durchgeführte Studie zeigte, dass diese Hyperthermie-Chemotherapie die Überlebenszeit der Patienten um mindestens 16 Monate verlängert.  Rund 20% der Patienten lebten nach Durchführung der Therapie mindestens weitere  5 Jahre. Die Hyperthermie-Therapie wird einmal in der Woche durchgeführt und dauert rund 90 Minuten. Insgesamt blockiert die Durchführung der aufwändigen Behandlung die Klinik-Ressourcen für 12 bis 15 Stunden.

 Das Chemotherapeutikum - von dem zwischen 3 und 5 Liter benötigt werden - wird bei der Behandlung konstant auf 42,7 Grad Celsius (109 Grad Fahrenheit) erwärmt. Dadurch werden die wärmeempfindlichen Krebszellen intensiver als bei der alleinigen intravenösen Therapie abgetötet.

Es vergehen im Regelfall bis zu 3 Monate, bis sich die Patienten von der anstrengenden Kombi-Therapie erholt haben.  Die beobachteten Nebenwirkungen entsprechen jenen, die bei der Behandlung anderer Krebse vorkommen. Dazu gehören unter anderem Übelkeit, Haarausfall, Appetitmangel und Gewichtsverlust. 

"Natürlich können wir den Patienten nicht versprechen, dass wir sie heilen können", betont Dr. Lambert und fährt fort "Aber meist gelingt es uns das Leben der Patienten deutlich zu verlängern".

Dies ist ein großer Fortschritt wenn man bedenkt, dass die Peritonealkarzinomatose lange als nicht-behandelbar galt und sehr schnell zum Tode führte.

 

Mehr Informationen können Sie unten der  englischsprachigen Originalquelle entnehmen:

Quelle: http://www.telegram.com/article/20110527/NEWS/105279833/-1/NEWS04

 

 

 

 

                                                 



 

zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)  

Weitere Informationen zum Thema hier

 





 




 

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier.  Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Peritonealkarzinomatose / Metastasen   publizierten Text auch hier abrufen.   Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des jeweiligen Text-Beitrags finden Sie hier.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

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Was tun, um mit dieser Krisensituation fertig zu werden?

 

Krebspatienten und ihre Angehörigen leiden unter  kaum erträglichen seelischen Belastungen. Bisher ist wenig darüber bekannt, wie sie mit diesem Problem im Alltag umgehen. Um mehr über die geistig-seelischen Aspekte der Krankheitsbewältigung zu erfahren, wird nun an der Pädagogischen Hochschule Freiburg eine Studie durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die betroffenen Menschen ihrer Krebserkrankung umgehen und welche eigenen Möglichkeiten sie hierzu nutzen konnten. Als Grundlage für diese wichtige Studie dient ein online-Fragebogen.  KrebspatientInnen werden von der Autorin Anna-Katharina Burkhardt dazu ermutigt, diesen anonymisierten Fragebogen hier auszufüllen.

 

     
 


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